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Liquidationsverfahren K1 Global Ltd. und K1 Invest Ltd.

08.01.2010

Wie die Liquidatoren zwischenzeitlich mitteilen, sind dort bislang noch keine nennenswerten Vermögensgegenstände sichergestellt worden. Dies verwundert uns angesichts der Kürze der bislang zur Verfügung stehenden Zeit nicht, denn die Investments scheinen sehr verschachtelt in zahlreichen Fonds und Unterfonds vorgenommen worden zu sein, wenn die Darstellungen der K1-Gruppe zutreffen. Dass die Liquidatoren daher bislang noch keine nennenswerten Vermögensgegenstände sicherstellen konnten, erscheint uns vor dem Hintergrund plausibel - sofern nicht tatsächlich von einem Betrug in ganz großem Stil auszugehen ist, was wir aktuell recherchieren.

Laut einem aktuellen Schreiben von Grant Thornton vom 06.01.2010 ist der Termin für die erste Gläubigerversammlung auf den British Virgin Islands nun für den 1. Februar 2010 festgelegt worden. Dies betrifft sowohl die K1 Global Ltd. als auch die K1 Invest Ltd. Wir wollen auf jeden Fall an der Gläubigerversammlung beider Gesellschaften teilnehmen und die Rechte der Anleger vor Ort mit Nachdruck vertreten. Dazu wäre es wichtig, möglichst einen hohen Kapitalanteil zu vertreten, auch wenn für die erworbenen Genussrechte derzeit noch kein Stimmrecht gewährt wird. Eine wirksame Beschlussfassung durch die Gläubiger setzt jedenfalls eine Mehrheit von 50 % des anwesenden Kapitals der stimmberechtigten Gläubiger voraus. Möglich wäre es im weiteren Verlauf unter Umständen, Gremien zu besetzen und den Ablauf des Liquidationsverfahrens mit zu beeinflussen. Notwendig für eine wirksame Vertretung durch unsere Kanzleien auf der Gläubigerversammlung ist in jedem Fall die vorherige Anmeldung Ihrer Ansprüche. Die Unterlagen müssten wir aber für die Gläubigerversammlung spätestens am 29.01.2010 bis 12 Uhr Ortszeit (BVI) beim Liquidator eingereicht haben. Die Liquidatoren haben uns mittlerweile zugesagt, dass deutsche Anleger Zugang zu der Gläubigerversammlung haben werden. Sie haben diese Rechtsfrage durch eine Anwaltskanzlei klären lassen. Pikanterweise handelt es sich dabei um die gleiche Anwaltskanzlei, die für die K1-Gruppe bereits bisher dort vor Ort tätig war.

Zu den Schadenssummen gibt es unterschiedliche Angaben, die zum Teil auch auf Fehlern der Liquidatoren beruhen. Die Liquidatoren räumen nunmehr zumindest ein, dass beim K1 Invest Ltd. ein Einzahlungskapital von EURO 348 Millionen betroffen sein soll. Dieser Betrag deckt sich mit den Zahlen, die uns von Seiten der TREUKAPITAL Treuhandverwaltung AG in einem persönlichen Gespräch bestätigt wurden, welches wir bereits am 13.11.2009 in Frankfurt am Main mit Vertretern der Treuhandverwaltung führten. Danach beläuft sich der Betrag der Einzahlungen beim K1 Invest Ltd. auf EURO 348 Millionen und beim K1 Global Ltd. auf EURO 178 Millionen.

Sobald wir weitere Informationen bezüglich der Gläubigerversammlung haben, werden wir Sie an dieser Stelle wieder aktuell informieren.