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Würzburg, den 14.4.2010

Der Leitende Oberstaatsanwalt, Ottostr. 5, 97070 Würzburg


Presseerklärung:

Weitere Verhaftungen im Fall des Aschaffenburger HedgeFonds-Managers Helmut K..

Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen Helmut K. wurden erneut Objekte im Ausland durchsucht und weitere Personen verhaftet. Die Haftbefehle des Amtsgerichts Würzburg richten sich gegen den Geschäftsführer der Anlagegesellschaften K1 Global Limited und K1 Invest Limited mit Sitz auf den British Virgin Islands und gegen den Geschäftsführer einer von den Anlagegesellschaften beauftragten Treuhandgesellschaft. Es besteht der Verdacht, dass Anleger in einer Größenordnung von über 90 Millionen € betrügerisch geschädigt wurden. Bei den Anlagegesellschaften hat es sich nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen um Schneeballsysteme ohne Gewinnerzielungsabsicht gehandelt.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg geht davon aus, dass auch der Beschuldigte Helmut K. für diese Schäden verantwortlich ist. Die mutmaßlichen Betrugshandlungen stehen in engem Zusammenhang mit den Vorwürfen des Betrugs und der Untreue zum Nachteil mehrerer Großbanken, die Ende Oktober 2009 zur Verhaftung des Beschuldigten Helmut K. geführt haben. Es besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte seine Geschäftspartnerschaft mit den Banken dazu ausgenutzt hat, den von ihm beherrschten Anlagegesellschaften K1 Global Limited und K1 Invest Limited über eine Reihe von als Hedge-Fonds dargestellte Firmen und Scheinfirmen Investitionsmittel der Banken zuführen.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand ist mit einem Gesamtschaden bei den Banken und den Anlegern von rund 300 Millionen € zu rechnen.

Weitergehende Presseauskünfte werden derzeit im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen nicht erteilt.

Dr. Geuder